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Bestmögliche Hörgeräteversorgung für Schwerhörige sicherstellen

Motivation

Ein geselliger Abend im Restaurant, eine große Familienfeier oder ein Ausflug zum Stadtfest: Wer kennt es nicht, Gespräche in lauten Umgebungen werden anstrengender empfunden als in einer ruhigen Umgebung. Die Problematik der sogenannten „Höranstrengung“ wird umso schlimmer, je mehr Probleme wir mit unserem Hören haben, d.h. umso stärker der Hörverlust ist. Hörsysteme sollen helfen, die Höranstrengung für individuell zu verringern. Aber tun sie dies überhaupt? Um dies zu überprüfen, bedarf es guter Messmethoden.

Die optimale Versorgung Schwerhörender mit Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten (CI) stellt Hörakustiker und HNO-Ärzte vor immense Herausforderungen. Insbesondere die subjektive Nutzenbewertung von den Hörsystemen in akustisch anspruchsvollen Alltagssituationen stellt ein Problem dar.

Ziele

Mit der Messmethode „ACALES“ (engl. Adaptive CAtegorical Listening Effort Scaling, deu. adaptive kategoriale Höranstrengungsskalierung) hat die HörTech ein Verfahren zur Messung der subjektiv wahrgenommenen Höranstrengung entwickelt, welches bereits in wissenschaftlichen Studien evaluiert und eingesetzt wurde. Ziel des am 1. Juli gestarteten INNO-KOM-Projektes ist es, das Messverfahren in eine marktfähige Anwendung für Hörakustiker und Kliniken zu überführen, um verlässliche Ergebnisse über die unterschiedliche Wahrnehmungvon Höranstrengung bei verschiedenen Hörsystemen zu liefern und so die bestmögliche Versorgung Schwerhöriger sicherzustellen.

„Obwohl sich zahlreiche Studien auf wissenschaftlicher Ebene mit dem Thema Höranstrengung beschäftigt haben, gibt es aktuell kein einfaches Tool, das Hörakustiker oder Kliniker nutzen können, um ihre Kunden mit einer Hörgeräte- bzw. CI-Versorgung auszustatten, die neben der Sprachverständlichkeit auch die Höranstrengung berücksichtigt. Hier setzt unser Verfahren an“ erklärt Melanie Krüger, Produktmanagerin bei der Hörzentrum Oldenburg gGmbH.
Fördermaßnahme

Das Förderprogramm Innovationskompetenz INNO-KOM unterstützt die innovative Leistungsfähigkeit gemeinnütziger externer Industrieforschungseinrichtungen, um so die Innovationskraft strukturschwacher Regionen Deutschlands nachhaltig zu stärken. Seit 2009 konzentrierte sich das Vorläuferprogramm INNO-KOM-Ost auf gemeinnützige externe Forschungseinrichtungen in Ostdeutschland. Am 1. Januar 2017 wurde das Erfolgsmodell unter dem neuen Namen INNO-KOM auf strukturschwache Regionen in ganz Deutschland ausgeweitet

Projektlaufzeit

Juli 2019 - Feb 2021

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